Erfahrungsbericht · Casino am Ku’damm (Spielbank Berlin) · Samstag, 17. Oktober 2026, 20 Uhr bis halb eins
Das Casino am Ku’damm ist der kompakte Standort der Spielbank Berlin: zwei Etagen an der Ecke Kurfürstendamm und Uhlandstraße, Tischspiele ab 18 Uhr, kein Poker. Ich war an einem Samstagabend im Oktober in Begleitung dort.
In diesem Erfahrungsbericht zum Casino am Ku’damm geht es um die neue Player Card, Black Jack mit Jackpot-Side-Bet, ein Haus ohne Alkoholausschank und einen Abend, an dem ab 23 Uhr kein Platz mehr frei war.
Basisinformationen über das Casino am Ku’damm wie Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt und Spielangebot finden sich in unserer Übersicht zum Casino am Ku’damm.
Anreise und Parken
Ich war am 17. Oktober 2026 gegen 20 Uhr dort. Wir kamen mit dem Auto, und am Samstagabend sind die Straßen in der City West voll.
Das Haus steht am Kurfürstendamm 31, direkt an der Ecke zur Uhlandstraße. Die U-Bahn-Linie U1 hält an der Station Uhlandstraße praktisch vor der Tür.
Einen eigenen Parkplatz hat die Spielbank nicht. Direkt nebenan liegt das Parkhaus von Park One im Kempinski Plaza, rund um die Uhr geöffnet und keine zehn Meter vom Eingang entfernt.
Laut Preistafel kostet dort jede halbe Stunde 1,50 Euro, ab der zweiten Stunde jede weitere Stunde 3 Euro. 24 Stunden kosten 28 Euro.
Zum Übernachten liegt das Hampton by Hilton in der Uhlandstraße 188 nur rund 250 Meter entfernt, drei Minuten zu Fuß. Das DoubleTree by Hilton am Los-Angeles-Platz liegt gut zehn Gehminuten den Ku’damm entlang.
Am Los-Angeles-Platz war die Spielbank bis zu ihrem Umzug an den Kurfürstendamm selbst zu Hause. Ältere Wegbeschreibungen mit dieser Adresse sind daher überholt.
Von außen ist das Haus nicht zu übersehen. Die runde Glasfassade leuchtet abends rot und violett, oben steht der Schriftzug Spielbank Berlin.
Am Eingang begrüßen zwei große Screens mit dem Logo KD 31 die Gäste. Schon von der Straße aus sieht man, dass sich das Casino über zwei Etagen zieht.
Eintritt im Casino am Ku’damm: 2 Euro und die neue Player Card
Geöffnet ist täglich von 11 bis 3 Uhr. American Roulette und Black Jack laufen von 18 bis 3 Uhr, Baccarat steht laut Spielbank zurzeit nicht im Angebot. Der Empfang war neutral bis freundlich.
Der Eintritt kostet 2 Euro. Dafür erhält jeder Gast zwei Getränkegutscheine, die Garderobe ist kostenlos. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren.
Ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis ist Pflicht, Führerschein oder Studentenausweis werden nicht akzeptiert. Beim Einlass unterschreibt jeder Gast außerdem die Hausregeln.
Als ich den Text in Ruhe lesen wollte, bot der Mitarbeiter am Empfang an, ihn mir auszudrucken. Zu den Regeln gehört ein Fotografierverbot in den Spielräumen, deshalb zeigen die Bilder nur das Haus von außen.
Neu ist die Player Card, die die Spielbank Berlin am Potsdamer Platz, am Fernsehturm und am Ku’damm eingeführt hat. Sie ist kostenlos und wird beim Check-in gegen Vorlage des Ausweises ausgegeben.
Die Karte bündelt das Guthaben für Automaten und Touchbet-Stationen. Geld wird an der Kasse aufgeladen, oder man schiebt am Gerät Scheine ein, während die Karte aufliegt.
Mit dem Guthaben wechselt man beliebig zwischen den Geräten. Der Rest wird an der Kasse ausgezahlt, beim Verlassen checkt man mit der Karte aus. Chips für die Tische gibt es weiterhin an der Kasse.
Erster Eindruck: zwei Etagen mit Blick auf den Ku’damm
Hinter der Kasse beginnt die Automaten-Etage. Die Tischspiele liegen eine Etage höher und sind über die Treppe oder per Aufzug erreichbar.
Oben war mein erster Gedanke: schick. Hohe Decken, warmes Licht, Samt, Teppich und Polstermöbel, dazu eine riesige Fensterfront, hinter der der Kurfürstendamm vorbeizieht.
Davor stehen auffällig viele Sitzgelegenheiten, mehr als am Potsdamer Platz. Ein Piano steht ebenfalls oben, es blieb an diesem Abend aber unbespielt. Musik habe ich keine wahrgenommen.
Unten klingeln die Automaten, oben dominieren Gespräche. Teppich und Stil erkannte ich aus den anderen Häusern der Spielbank Berlin sofort wieder, nur eben auf zwei Etagen und gut 1.000 Quadratmetern statt sechs Etagen.
Unten liegen die Slots, der Raucherbereich und eine Bar. Oben stehen zwei Roulette-Tische, zwei Black-Jack-Tische, ein Tisch Ultimate Texas Hold’em, 40 Touchbet-Stationen und eine zweite Bar.
Bar und Snacks: kein Alkohol, kein warmes Essen
Mein erster Weg führte oben an die Bar, um die Gutscheine einzulösen. Laut Aufdruck gelten sie für ein alkoholfreies Getränk, eine Kaffeespezialität oder ein Bier (0,3 l).
Ich bestellte ein Bier, und der Barkeeper erklärte: nur alkoholfrei. Im ganzen Haus wird kein Alkohol ausgeschenkt, weil der Standort laut Auskunft an der Bar keine Ausschanklizenz hat.
Es gab dann Wasser und Cola. Die Karte bietet die üblichen alkoholfreien Getränke, Kaffeespezialitäten und Red Bull.
Ein Restaurant gibt es nicht, warmes Essen auch nicht. In einer Vitrine an der Bar liegen Nüsse, NicNac, Mars, Snickers, Bounty und Studentenfutter für je 1,50 Euro.
Salzletten kosten 1,80 Euro, Paprika-Chips 2,20 Euro. Für ein Abendessen geht man vorher auf den Ku’damm.
Der Service stimmt: Die Servicekräfte laufen regelmäßig durch die Spielräume, räumen Gläser ab und bringen Getränke auf Wunsch direkt an den Tisch.
Touchbet-Roulette mit echtem Kessel
Oben steht man zuerst vor den Touchbet-Stationen, dort habe ich die erste Runde gespielt. Zufallsgeneratoren sind das nicht: Die Terminals sind mit echten Kesseln verbunden, ein Croupier wirft im Raum die Kugel.
Man kann zwischen mehreren Kesseln wählen. Gespielt wird französisches Roulette mit nur einer Null.
Hier zeigte sich, wie die Player Card arbeitet: Mit dem Auflegen der Karte ist das Guthaben sofort im Spiel. Selbsterklärend ist das nicht, mein erster Einsatz war gesetzt, bevor ich ihn bewusst platziert hatte.
Kurz darauf traf ich zwar eine Zahl, der ungewollte Einsatz zeigt aber, dass man die Karte bewusst auflegen sollte. Hat man das System einmal durchschaut, läuft es rund. Bargeld lässt sich an den Stationen weiterhin direkt einzahlen.
Die Touchbet-Ecke war die ruhigste im Haus. Während Tische und Automaten später voll waren, saßen hier höchstens fünf Gäste gleichzeitig.
Der Bereich ist deutlich dunkler ausgeleuchtet als der Rest und wirkt dadurch etwas unbelebt. Zum Setzen in Ruhe gab es hier an diesem Abend jederzeit einen freien Platz.
Black Jack mit der Side Bet Blazing 777
Danach ging es an den Black Jack. Beide Tische waren gut besetzt, ich bekam aber noch einen Platz, und meine Begleitung setzte bei mir mit.
Die Bank zieht bis 16 und steht ab 17, ein Black Jack zahlt 3:2. Dazu läuft an beiden Tischen die Side Bet Blazing 777: ein fester Zusatzeinsatz von 2 Euro pro Hand, der sich nicht anpassen lässt.
Schon eine Sieben unter den ersten beiden Karten gewinnt, zwei Siebenen bringen mehr, drei Siebenen knacken den progressiven Jackpot. Sein aktueller Stand läuft sichtbar am Tisch mit.
Diesen progressiven Jackpot gibt es nur am Tisch vor Ort, online sind progressive Jackpots für Spieler in Deutschland nicht verfügbar.
Bei den Limits orientiert sich der Ku’damm an den anderen Häusern der Spielbank Berlin: Am Potsdamer Platz geht es am Black-Jack-Tisch bei 4 Euro los, das Maximum liegt bei 1.000 Euro.
Es war ein Abend der Siebenen. Ein Mitspieler bekam zwei rote Siebenen, Karo und Herz, und erhielt dafür die Auszahlung der Side Bet.
Ein anderer Gast erzählte von einem früheren Jackpot-Treffer. Ein solcher Treffer ist aber die große Ausnahme, in den allermeisten Runden ist der Zusatzeinsatz von 2 Euro verloren.
Rauchen: ein Glaskasten auf der Automaten-Etage
Zum Rauchen geht es nach unten. Der Raucherbereich ist ein einziger kleiner Glaskasten auf der Automaten-Etage, und er ist extrem verraucht.
Stehen zehn Leute darin, ist die Luft kaum auszuhalten. Ein Ort zum Verweilen ist das nicht. Die Spielräume selbst sind komplett rauchfrei, oben gibt es keinen Raucherbereich.
In der Box kommt man schnell ins Gespräch. Ich unterhielt mich mit einem älteren Stammspieler, der auf Geschäftsreise in Berlin war und auch in Las Vegas schon gespielt hat.
Tische spielt er nie, nur Automaten. Verluste zurückzuholen sei nicht sein Antrieb, sagte er. Ihn ziehe etwas anderes an:
Dazu erzählte er Geschichten aus seinem Umfeld, die zeigen, wie schnell das Spiel kippen kann. Für mich war das der eigentliche Punkt: Genau dieser Reiz kann zum Risiko werden.
Spielautomaten im Casino am Ku’damm
Laut Spielbank stehen 100 Automaten im Haus. Ab etwa 23 Uhr war unten kein einziges Gerät mehr frei.
Zum Automatenspiel bin ich an diesem Abend deshalb nicht gekommen. Bei den Geräten setzt die Spielbank Berlin an allen Standorten auf die großen Namen.
In ihrer Slot Akademie stellt sie Spiele von Novomatic (Novoline), Merkur, Aristocrat, IGT, EGT, Ainsworth, Impera und SG Digital vor, darunter Book of Ra Temple of Gold, Triple Triple Chance, Merkur Magnus und Panda Magic.
Der Einsatz pro Dreh beginnt laut Spielbank bei 20 Cent, die Auszahlungsquote liegt fest zwischen 92 und 95,5 Prozent.
Neben Einzelautomaten mit eigenem Jackpot gibt es Jackpot-Systeme, deren Stand über einer ganzen Gerätegruppe angezeigt wird. Dazu kommen Mystery-Jackpots, die zu einem zufälligen Zeitpunkt an einem der beteiligten Automaten fallen.
Nach einem Gewinn lässt sich bei vielen Geräten ein Risikospiel starten, entweder auf der Leiter Stufe für Stufe oder mit Rot und Schwarz. Für Einsteiger bietet die Spielbank eine kurze Einweisung durch die Mitarbeiter am Empfang an.
Das Publikum an den Slots war bunt gemischt, viele ältere Gäste und genauso viele junge. Für ein Spiel an den Automaten kommt man am Wochenende besser früh.
Ab 23 Uhr: volle Tische, der Chef-Croupier hilft
Gegen 23 Uhr war das Haus richtig voll. Auch die Black-Jack-Tische waren bis auf den letzten Platz besetzt, und bei einem fremden Spieler mitsetzen wollte ich nicht.
Ich fragte den Chef-Croupier, ob man einen Platz reservieren kann. Er löste es anders: Ein Gast spielte auf zwei Boxen gleichzeitig, und der Chef-Croupier gab eine davon an mich weiter.
Am Tisch stand ein Dealer, dem man den Spaß an seinem Job anmerkte. Er fieberte bei jeder Hand mit und kommentierte die Züge.
Dann kam die Szene des Abends. Ich hatte eine 15, der Dealer zeigte eine 8. Ich verließ mich auf mein Gefühl und blieb stehen, obwohl die Strategietabelle hier Ziehen vorsieht.
Die nächste Karte wäre eine 6 gewesen, also die 21. Der Dealer kommentierte trocken:
In der nächsten Runde dieselbe Lage: wieder die 8 beim Dealer, wieder meine 15. Diesmal zog ich, es kam die 6, und die Hand mit 21 ging an mich.
Insgesamt lag das Glück an diesem Abend bei der Bank. In einer halben bis Dreiviertelstunde hatte der Dealer vier, fünf Black Jacks und auffällig oft die 21.
Roulette, Ultimate Texas Hold’em und die Croupiers
An den beiden Roulette-Tischen wird American Roulette gespielt. Gemeint ist die schnellere Spielweise, der Kessel hat wie an den Touchbet-Stationen nur eine Null.
Gesetzt wird laut Spielbank ab 2 Euro. Den Höchsteinsatz nannte mir ein Croupier mit 10.000 Euro.
Auffällig war, wie jung viele Croupiers sind. Auf meine Frage nach studentischen Aushilfen antwortete einer, hauptsächlich stünden hier Profis am Tisch. Studenten gebe es zwar:
Sein Lieblingsspiel, wenn er selbst spielt? „Auf jeden Fall Black Jack.“
Der Tisch für Ultimate Texas Hold’em, gespielt gegen die Bank, war ebenfalls voll besetzt. Klassisches Poker gibt es am Ku’damm nicht. Dafür geht man an den Potsdamer Platz, zum Fernsehturm oder nach Spandau.
Kleiderordnung und Publikum
Ich hatte am Kurfürstendamm ein schickeres Publikum erwartet als am Potsdamer Platz. Das Gegenteil war der Fall.
An den Automaten saßen Gäste im Trainingsanzug. Auch an den Tischen dominierten Sportmarken und ein paar bessere Pullover. Einen Anzug oder auch nur ein Hemd habe ich nicht gesehen.
Eine Kleiderordnung war an diesem Abend nicht spürbar. Am Potsdamer Platz sind deutlich mehr elegant gekleidete Gäste unterwegs.
An den Tischen war das Publikum spürbar jünger, oft in Gruppen von rund fünf Personen. An den Slots war die Mischung komplett, Männer und Frauen waren im ganzen Haus gemischt vertreten.
Spielerschutz: vorhanden, aber man muss suchen
Der Spielerschutz ist weniger präsent als am Potsdamer Platz. Seitlich an der Kasse steht eine sehr kleine Station mit Infomaterial, die man erst bemerkt, wenn man gezielt danach sucht.
Am Ausgang gibt es einen kleinen Stand mit Material in mehreren Sprachen, auf den Toiletten liegen Kärtchen zum Thema Spielsucht aus.
Dazu gehört der Flyer „Have fun when you play!“ auf Deutsch, Englisch und Türkisch. Die Toiletten waren sauber, das Personal insgesamt jung und professionell.
Vergleich mit dem Potsdamer Platz
Beide Häuser liegen nur wenige Kilometer auseinander, und mit dem einen im Kopf findet man sich im anderen sofort zurecht. Der Unterschied ist die Größe.
Der Potsdamer Platz hat sechs Etagen, Poker, ein Restaurant und Alkohol an der Bar. Der Ku’damm hat zwei Etagen, mehr Sitzplätze und den Blick auf den Kurfürstendamm.
Solange es nicht zu voll ist, wirkt das auf kleinem Raum gemütlich. Gegen Ende des Abends dienten die vielen Sitzgelegenheiten aber vor allem denen, die auf einen freien Platz warteten.
Gegen halb eins fuhr ich zufrieden nach Hause. Wiederkommen würde ich. Habe ich die Wahl, bleibt der Potsdamer Platz aber meine erste Adresse in Berlin.
Fazit: meine Erfahrungen in der Spielbank Berlin am Ku’damm
Meine Erfahrungen in der Spielbank Berlin am Ku’damm: ein gepflegtes, warm beleuchtetes Haus mit Blick auf den Kurfürstendamm und einem Service, der Getränke bis an den Platz bringt.
Die neue Player Card macht Automaten und Touchbet bequemer, sobald man das Prinzip kennt. Am Black Jack sorgt die Side Bet Blazing 777 für Gesprächsstoff.
Abstriche gibt es bei der winzigen Raucherbox, beim fehlenden Alkohol und warmen Essen sowie beim Gedränge ab 23 Uhr.
Das Haus passt zu Hotelgästen in der City West und zu allen, die einen Abend an den Tischen ohne großes Drumherum suchen. Slot-Spieler kommen besser früh, für Poker und ein Abendessen ist der Potsdamer Platz die bessere Wahl.