Casino Esplanade: Mein Erfahrungsbericht in der Spielbank Hamburg

Fassade des Casino Esplanade in Hamburg mit der Uhr im Giebel und dem Schriftzug Casino Esplanade

Das Casino Esplanade am Stephansplatz

Erfahrungsbericht · Casino Esplanade (Spielbank Hamburg) · Samstag, 24. Oktober 2026, 18:30 bis 22 Uhr

Dieser Erfahrungsbericht basiert auf meinem persönlichen Besuch im Jahr 2026. Seither kann sich das Angebot geändert haben.

Das Casino Esplanade liegt am Stephansplatz, zwischen Dammtor und Binnenalster, in einem Altbau mit Uhr und Giebel über dem Schriftzug. Seit dem Frühjahr 2026 werden die Spielsäle umgebaut. Dies bemerkte ich bei meinem Besuch an vielen Stellen.

In diesem Erfahrungsbericht zum Casino Esplanade geht es um acht Roulettetische, einen ausgebuchten Pokerfloor, 110 Automaten und ein Haus, das mitten im Umbau steckt.

Basisinformationen über das Casino Esplanade – Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt und Spielangebot – finden sich in unserer Übersicht zur Spielbank Hamburg am Stephansplatz.

Anreise und Parken

Ich war am 24. Oktober 2026 gegen 18:30 Uhr dort. Das Casino steht am Stephansplatz 10, direkt an der gleichnamigen U-Bahn-Station. Mit der U1 oder dem Bus fährt man bis Stephansplatz, die S-Bahn hält am Bahnhof Dammtor. Vom Hauptbahnhof sind es wenige Stationen mit der U1 oder eine Station mit der S-Bahn.

Mit dem Auto parkt der Besucher in der hauseigenen Tiefgarage. Die Wände dort sind stilecht in Rot, Schwarz und Grün gestrichen und mit Roulettezahlen bemalt. Für Casinogäste gilt ein Sondertarif von 2,50 Euro pro Aufenthalt und das Ticket wird an der Kasse verbucht. Bei mir blieb es beim regulären Preis: An der Kasse wurde ich so lange nicht beachtet, dass ich irgendwann ging.

Von außen ist das Gebäude nicht zu übersehen. Über dem Giebel sitzt eine Uhr, darunter steht in großen Lettern Casino Esplanade, über dem Eingang Spielbank Hamburg.

Eintritt ins Casino Esplanade: 2 Euro für alle Bereiche

Der Eintritt kostet 2 Euro – und zwar für jeden Bereich, auch für das reine Automatenspiel. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, und der Ausweis wird beim Einlass kontrolliert. Jeder Gast erhält eine Karte, auf der Name und Daten gespeichert sind. Eine Kundenkarte mit Vorteilen ist das nicht. Ein Bonusprogramm für Stammgäste wird ebenfalls nicht angeboten.

Am Empfang, der mitten im Eingangssaal steht, war ich der einzige Gast. Der Rezeptionist war ins Gespräch mit der Security vertieft, die Begrüßung fiel knapp aus, erklärt wurde nichts. Zwei Schritte weiter glich ein Sicherheitsmitarbeiter mein Foto noch einmal mit meinem Gesicht ab, zweimal hin und her, obwohl er die Anmeldung gerade mitverfolgt hatte.

Platz ist im Eingangsbereich reichlich, im Regen muss hier niemand warten. Die Garderobe liegt um die Ecke schräg gegenüber der Anmeldung und ist kostenlos. Auf meine Frage, ob es heute etwas Besonderes gebe, hieß es: nein. Für den 31. Oktober warb allerdings ein Plakat an der Fassade für eine Halloween-Party.

Für die Automaten lädt man die Karte direkt am Gerät auf. Jetons gibt es oben an der Kasse, unten lässt sich Guthaben von der Karte auszahlen. Das Automatenspiel im Erdgeschoss öffnet täglich um 12 Uhr und schließt um 4 Uhr. Die Tische im ersten Stock öffnen um 17 Uhr, Sonntag bis Donnerstag bis 2 Uhr, Freitag und Samstag bis 3 Uhr. Ins Klassische Spiel führt eine Marmortreppe mit schmiedeeisernem Geländer. Stufenfrei geht es mit dem Aufzug.

Kleiderordnung und Publikum

Im Klassischen Spiel erwartet die Hausordnung ein Oberteil mit Kragen, mindestens ein Poloshirt. Ein Sakko ist keine Pflicht, T-Shirts ohne Sakko, kurze Hosen, Jogginghosen und Sportkleidung sind nicht erwünscht. Im Automatenspiel gilt keine Kleiderordnung. An diesem Abend waren die Gäste durchweg ordentlich gekleidet, auch an den Automaten.

Unten waren 60 bis 70 Prozent der Plätze besetzt. Oben begann der Abend mit etwa 30 Prozent, später waren es 50 bis 60. Das Publikum war überwiegend männlich und über 30, Senioren habe ich kaum gesehen. Neben vielen Stammgästen waren Touristen da, die sich etwas unsicher durch die Räume bewegten, meist zu zweit oder in kleinen Gruppen.

Erster Eindruck: viel Raum, viel Licht, eine Baustelle

Vom Eingang kommt man in einen großen Saal mit der Anmeldung in der Mitte. Der Blick fällt direkt auf eine Baustelle und eine provisorische Bar: Die Spielsäle werden seit dem Frühjahr 2026 umgebaut.

Das Casino ist riesig. Unten liegen die Automatenräume, oben der Saal mit den Spieltischen und ein weiterer großer Saal, der als Raucherbereich und für Veranstaltungen genutzt wird. Alles ist offen gestaltet. Vesteckte Nischen oder abgetrennte Sitzecken gibt es nicht. Marmor, Holz, Leder und Glas prägen die Räume. Im Tischsaal liegt dunkelroter Teppich, unten wechseln sich grauer Teppich, Fliesen und Holzboden ab.

Die Räume hätten das Zeug zu etwas Edlem, der Altbau gibt das her. Die Einrichtung ist jedoch rein zweckmäßig. Dieser Kontrast war die größte Überraschung des Abends. Ich habe im Vorfeld mehr erwartet.

Sauber waren die Spielsäle, der Teppich ohne abgenutzte Stellen. Das Licht war mir fast überall zu hell, nur der Rauchersaal oben ist gedämpft beleuchtet. Musik habe ich nicht wahrgenommen, laut war es nur am Pokerfloor. Die Temperatur war angenehm.

Weniger angenehm waren die Gerüche. Unten zieht der Rauch aus dem Raucherbereich herüber, oben schwächer. An der Kasse im ersten Stock roch es deutlich nach der nahen Toilette.

Spielautomaten im Casino Esplanade

Ich habe 110 Automaten gezählt, 54 davon im Raucherbereich und 56 im Nichtraucherbereich. Gesetzt wird ab 10 Cent, das Maximum pro Spiel liegt bei 20 Euro. Rund 30 Prozent der Geräte stammen von Novoline, etwa 20 Prozent von WMS, je rund 10 Prozent von Aristocrat und Merkur. Den Rest teilen sich weitere Hersteller, Atronic habe ich nicht gesehen.

Von Merkur stehen unter anderem M-Boxen da. Zu sehen waren Amazons’ Battle von Novomatic, Buffalo von Aristocrat und der Früchteklassiker Burning Hot. Störend war, dass immer wieder Geräte zwischen den laufenden Automaten ausgeschaltet oder defekt waren. Das hinterließ einen vernachlässigten Eindruck, auch wenn der Umbau das erklären mag.

Am vollsten waren die Link-Automaten mit gemeinsamem Jackpot. Cash Connection stand bei meinem Besuch bei 31.500 Euro, Clover Link bei 23.200 Euro. Der Hamburg Jackpot der drei anderen Hamburger Standorte läuft hier nicht.

An den Automaten lief es für mich an diesem Abend gut. An einem Novomatic-Gerät löste ich die Freispiele aus, sie brachten einen ordentlichen Gewinn, und ich verließ den Automatensaal im Plus. Kaffee und Wasser sind an den Automaten kostenlos. An manche Plätze wurde beides gebracht, an andere nicht.

Rauchen: Glaswand unten, Rauchersaal oben

Im Erdgeschoss ist ein großer Teil des Automatenbereichs durch eine Glasscheibe abgetrennt. Dort stehen die 54 Automaten des Raucherbereichs. Platz und Auswahl entsprechen dem Nichtraucherbereich. Nichtraucher spielen unten an den übrigen Automaten außerhalb der Glaswand. Rauchfrei ist die Luft dort trotzdem nicht ganz, der Geruch zieht herüber.

Im ersten Stock liegt neben dem Tischsaal ein kompletter Rauchersaal mit eigener Bar. Er wird auch für Partys und Veranstaltungen genutzt. An diesem Abend war der Saal bis auf ein, zwei rauchende Gäste leer.

Roulette: acht Tische, überall dieselben Limits

Gespielt wird Amerikanisches Roulette, also die schnellere Spielweise, aber mit nur einer Null. Gesetzt wird ab 5 Euro. Als Maximum wurden mir 500 Euro genannt. Von acht Roulettetischen waren bei meiner Ankunft vier geöffnet und kurz darauf wurden zwei weitere aufgemacht. An allen Tischen galten dieselben Limits. Abgestufte Tische wie in anderen Spielbanken gibt es hier nicht.

Die Statistik-Anzeige am Tisch zeigt die letzten elf Drehungen. An den Roulettetischen stehen die älteren, erfahrenen Croupiers. Sie arbeiten professionell und zügig, Gespräche kamen aber kaum zustande.

Ein Gast fiel mir auf, der in jeder Runde fast das gesamte Tableau mit Jetons bedeckte und jeden Gewinn in der nächsten Runde sofort komplett neu setzte. Für mich lief es am Roulette nicht. Hier blieb am Ende alles, was ich an den Automaten gewonnen hatte.

Zum Angebot für Roulette-Spieler kommen unten sechs Roulette-Terminals mit einem eigenen automatischen Kessel. Mit den Tischen im ersten Stock sind sie nicht verbunden. Ein Kredit entspricht 50 Cent.

Black Jack am Stephansplatz

Alle vier Black-Jack-Tische waren von Anfang an geöffnet, besetzt waren nur wenige Plätze. Die Limits liegen bei 10 bis 1.000 Euro, gespielt wird mit sechs Decks. Der Dealer zieht bis 16 und steht auf 17, so steht es auf dem Tisch. Insurance zahlt 2 zu 1, ein Black Jack 3 zu 2. Eine Anzeige mit den Limits gibt es an den Tischen nicht, ich musste nachfragen. In keiner anderen Spielbank, die ich besucht habe, fehlte diese Information.

Die Dealer sind jung und wirken geübt, zu Gesprächen kam es an diesem Abend aber kaum. Auf meine Fragen kamen einsilbige Antworten. Einen Tag zuvor in Kiel war das ganz anders. An den besetzten Plätzen saßen vor allem junge Männer, die Stimmung war gedämpft. Lange blieb ich nicht am Tisch, dazu lud der Abend hier nicht ein.

Poker im Casino Esplanade: drei volle Tische

Der Pokerfloor liegt im ersten Stock, offen, aber vom Rest der Tische etwas abgesetzt. Am Zugang sitzt die Pokeraufsicht am Computer und prüft, wer an die Tische darf. Alle drei Tische waren voll, daneben warteten mehrere Gäste. Vor mir fragte ein Mann, ob er noch auf die Warteliste könne. Die Antwort: schon lange voll.

Cash Game gibt es täglich ab 18:45 Uhr, Donnerstag bis Dienstag No Limit Texas Hold’em und No Limit Omaha, mittwochs Omaha Pot Limit. Die Blinds liegen bei 5/5 oder 5/10 Euro, der Table-Stake bei 200 oder 500 Euro. Schluss ist gegen 2:30 Uhr.

Reservieren lässt sich bis zu sieben Tage im Voraus, ab 18:30 Uhr nur noch persönlich beim Floorman. Ohne Voranmeldung bekam ich keinen Platz, genau wie in Kiel. Der Bereich ist für drei Tische knapp bemessen, viel Platz bleibt dazwischen nicht. Es ging geschäftig und laut zu, näher heran kam man als Zuschauer nicht.

Bar und Essen

Unten steht während des Umbaus eine provisorische Bar, wie man sie von Festivals kennt. Im hinteren Bereich standen leere Bierkisten und benutzte Gläser. Oben gibt es eine richtige, große Bar am Tischsaal. Sie sieht gut aus, war aber fast leer und wirkte wie vieles hier eine Nummer zu groß. Die Bar im Rauchersaal war unbesetzt.

Geöffnet ist unten ab 12 Uhr, oben ab 17 Uhr, die letzte Runde gibt es eine halbe Stunde vor Schließung des jeweiligen Bereichs. Gezapft werden Astra, Beck’s und Krombacher, dazu gibt es Hefeweizen.

Hinter dem Tresen stand nur ein Barkeeper, schnell und nicht unfreundlich. Als ich kam, war er hinten beschäftigt, und es dauerte, bis er an den Tresen kam. Das Gespräch mit Kollegen schien ihn mehr zu interessieren als die Gäste.

Ein eigenes Restaurant gibt es nicht. Bestellt wird oben an der Bar, serviert an den Tresen oder an den Tisch. Die Karte wechselt, häufig stehen deutsche Gerichte darauf. Die Küche läuft unter der Woche bis etwa 23 Uhr, am Wochenende bis 1 Uhr. Gegessen habe ich an diesem Abend nicht.

Personal, Sicherheit und Spielerschutz

Das Personal ist zu etwa 90 Prozent männlich, jüngere wie ältere Mitarbeiter. Toiletten gibt es auf jeder Etage mehrere, gut zu finden und sauber. In einer roch es allerdings stark nach Abfluss. Die Security ist überall sichtbar und wenig diskret. Kameras hängen in großer Zahl. Ich habe in anderen Spielbanken deutlich unauffälligere Sicherheitsleute erlebt.

Was den Abend für mich trübte, war das Gefühl, vom Personal ständig beobachtet, aber nie angesprochen zu werden. Beobachtet wurde man, bedient nicht immer: Neben mir wurden Gäste versorgt, auf meinen Wink reagierte der Servicemitarbeiter nicht. Viele Mitarbeiter wirkten gelangweilt, manche genervt. Beim Verlassen gegen 22 Uhr wurde ich nicht verabschiedet.

Fazit: meine Erfahrungen in der Spielbank Hamburg

Meine Erfahrungen in der Spielbank Hamburg am Stephansplatz: ein prachtvoller Altbau mit großem Angebot, acht Roulettetischen, vier Black-Jack-Tischen, drei Pokertischen und 110 Automaten.

Die Schwächen liegen woanders. Die Einrichtung nutzt die Räume nicht, das Licht ist zu hell, der Umbau mit Baustelle und Behelfsbar drückt die Atmosphäre, und das Personal war distanziert bis abweisend. Dazu kommen der Geruch nach Rauch und Toilette, ausgeschaltete Automaten und ein Pokerfloor, auf den man samstags ohne Reservierung nicht kommt.

Das Casino Esplanade passt zu allen, die es einmal gesehen haben wollen und nicht zu viel erwarten. Allein der Altbau lohnt den Weg. Ob ich wiederkomme, hängt davon ab, was der Umbau aus den Räumen macht.

Avi Fichtner - Gründer und Redakteur von
  spielbank.com.de
Avi Fichtner Gründer und Redakteur von spielbank.com.de Aktualisiert: 04.11.2026

Avi Fichtner hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Aus dem Interesse an Casino Spielen und Poker entstand ein Startup, das heute ein erfolgreiches Unternehmen im Glücksspiel-Bereich ist. Avi und sein Team testen professionell Online Casino Anbieter und teilen ihre persönlichen Erfahrungen. Avi lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin und ist passionierter Taucher und Ausdauersportler.