Die wichtigsten Roulette Strategien im Überblick

Roulette Strategien gehören zu den wohl am heißesten diskutierten Themen in Spielbanken und Online Casinos. Manch einer ist mit einer funktionierenden Strategie reich geworden, andere haben sich um Kopf und Kragen gespielt und alles verloren. Es gibt die unterschiedlichsten Strategien beim Roulette und jeder, der sich ernsthaft mit dem Glücksspiel befasst, sollte zumindest die bekanntesten unter ihnen kennen.

Auf spielbank.com.de möchten wir einen Überblick über die wichtigsten Roulette Strategien geben, die wichtigsten Merkmale beleuchten und darüber diskutieren, welche Strategien Sinn machen. Jede dieser Strategien erläutern wir in weiterführenden Artikeln eingehender und schauen uns in diesem Rahmen sowohl die Vorteile als auch die Risiken genauer an. Welche Roulette Methode lohnt sich und von welcher lässt der Glücksspieler am besten die Finger?

Roulette Strategie Überblick:

Was ist von Roulette Strategien zu halten?

Seit den Anfängen des Glücksspiels – und somit seit vielen, vielen Jahren – machen sich die Menschen Gedanken darüber, wie sie das Glück ein wenig auf ihre Seite ziehen können. So sind im Laufe der Zeit auch beim Roulette immer wieder neue Ansätze entwickelt worden, dem eigenen Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Glücksspieler und Mathematiker entwickelten immer wieder neue Roulette Strategien, um ihre Gewinnchancen zu verbessern.

Es gibt durchaus Roulette Methoden, die Spaß machen und dabei behilflich sind, diszipliniert und zielstrebig zu spielen. Doch eine Strategie, die Gewinne garantiert, gibt es einfach nicht. Somit wollen wir gleich von Anfang an die Erwartungen zurückschrauben und klarstellen, dass es so etwas wie ein Patentrezept zum Gewinnen nicht gibt. Roulette-Strategien haben aber durchaus ihre Vorzüge und allein durch die grundsätzliche Planbarkeit, die mit ihnen verbunden ist, lassen sich auf lange Sicht die Verluste in Grenzen halten und die Gewinne besser verwalten. Doch schauen wir uns das Ganze ein wenig genauer an.

1. Martingale System

Das Martingale-System ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Roulette-Strategie. Dies liegt unter anderem daran, dass das Prinzip sehr einfach zu verstehen ist und dass Martingale bei vielen unerfahrenen Spielern als todsicher gilt. Dies sind die wichtigsten Merkmale der Martingale-Strategie:

  • Martingale basiert auf der negativen Progression. Das bedeutet, dass die Einsätze in Fällen von Verlusten erhöht werden.
  • Bei Martingale wird auf einfache Chancen gesetzt. Dazu gehören Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade sowie 1-18/19-36.
  • Einsätze werden bei Martingale nach einem Verlust immer wieder verdoppelt.
  • Der Spieler setzt solange auf dieselbe Chance, bis er gewinnt.
  • Nach einem Gewinn geht es zurück zum Grundeinsatz, den der Spieler zuvor definiert hat.

Der Gedanke, der hinter der Martingale-Strategie steht, ist der, dass alle Verluste, die der Spieler erzielt, durch den Verdoppelungstrick bei einem Gewinn wieder wettgemacht werden. Dies ist auch der Fall, doch leider läuft das Roulette-Spiel selten so, wie sich der Spieler es wünscht.

Beispiel eines Martingale Spiels: Wichtig ist es, zunächst einen Einsatz zu definieren und diesen bis zum Ende des Spiels gleich zu belassen. Hat der Spieler zunächst einen Betrag von 10 Euro gewählt, wird dieser Einsatz bei einem Verlust im nächsten Durchlauf auf 20 Euro verdoppelt. Liegt der Spieler wieder daneben, sind es nun 40 Euro, die er einsetzen muss. Wichtig ist es, dass immer wieder auf dieselbe Chance gesetzt wird, bis ein Gewinn erfolgt.

Vorteile und Risiken des Martingale Systems:

Vorteile
  • Martingale ist einfach zu verstehen und ist daher auch für Einsteiger geeignet
  • Einfache und geradlinige Vorgehensweise, die keinerlei Vorwissen erfordert
  • Ein Gewinn reicht, um bisherige Verluste wettzumachen
Risiken
  • Zu lange Verluststrähnen sprengen das Martingale-System
  • Budgetgrenzen können schnell erreicht sein
  • Die Tischlimits im Casino schieben der Verdoppelung irgendwann einen Riegel vor

2. Paroli Strategie

Bei der Paroli-Strategie beim Roulette handelt es sich ebenfalls um ein einfaches System, das auch den Roulette-Neuling vor keine Herausforderung stellt. Im Grunde ist Paroli nichts anderes als das Gegenteil von Martingale. Während bei Martingale die Einsätze bei Verlusten verdoppelt werden, verdoppelt der Spieler die Einsätze, wann immer er gewinnt:

  • Paroli wird, ebenso wie Martingale, mit einfachen Chancen gespielt.
  • Dieses System basiert auf einer positiven Progression. Die Einsätze steigen dabei bei Gewinncoups.
  • Wenn der Spieler verliert, spielt er immer wieder den Grundeinsatz. Bei einem Gewinn wird der Einsatz verdoppelt.
  • Viele Spieler setzen sich ein Gewinnziel und starten nach Erreichen wieder von vorn.

Hinter diesem System steht der Gedanke, dass der Spieler möglichst budgetschonend vorgeht. Die Verluste tun nicht so weh und die Gewinnsummen sollen die erzielten Verluste mit der Paroli-Taktik wieder wettmachen.

Beispiel der Paroli Strategie: Der Spieler setzt sich vor Beginn des Spiels das Ziel, das Zweifach-Paroli zu gewinnen. Er startet mit einem Paroli und setzt dieses immer wieder solange er verliert. Nach einem Gewinncoup lässt der Spieler alle Chips auf dem Tisch stehen und hätte somit das erste Paroli erreicht. Würde er erneut gewinnen, blieben die Chips erneut auf dem Tisch stehen und der Spieler hätte das zweite Paroli vor sich. Bei einem erneuten Gewinn sind die Ziele erreicht und es geht mit dem ursprünglichen Einsatz von vorn los.

Vorteile und Risiken der Paroli Strategie beim Roulette

Vorteile
  • Unkomplizierte Vorgehensweise, die ideal für Einsteiger ist
  • Eine gute Kontrolle des eigenen Budgets und disziplinierte Spielweise
  • Verluststrähnen tun nicht so weh und der Spieler kann länger im Spiel bleiben, ohne die Limits zu überziehen
Risiken
  • Das Casino ist immer im Vorteil. Selbst die einfachen Chancen liegen nie bei 50:50
  • Längere Verlustperioden können nicht so einfach mit einem Paroli-Durchlauf wettgemacht werden
  • Eine Garantie für sichere Gewinn kann es nie geben

3. Parlay Strategie

Ebenso wie Paroli basiert auch das Parlay-System auf einer positiven Progression. Die Einsätze werden hier also immer dann erhöht, wenn der Spieler einen Gewinn verzeichnet. Das Parlay-System beim Roulette ähnelt in einigen Punkten der Paroli-Strategie, hat aber eine eigene Herangehensweise.

  • Nicht nur die einfachen Chancen können hier gespielt werden.
  • Der Spieler legt die Etappen seines Spiels flexibel fest.
  • Der Spieler definiert sowohl die Starteinsätze als auch die gewünschte Gewinnsumme.
  • Bei jedem Verlust geht es wieder zurück zum ersten Schritt.

Vorgehensweise bei der Parlay-Taktik: Der Spieler hat vor Beginn des Spiels festgelegt, dass er mit einem Starteinsatz von 10 Euro insgesamt 300 Euro gewinnen möchte. Nun könnte er die 10 Euro zum Beispiel auf Rot setzen und hätte im Gewinnfall 20 Euro zum Spielen. Diese Summe könnte er dann auf eine Chance von 1:3 setzen und hätte dann im Erfolgsfall 60 Euro zur Verfügung. Würde er diese Summe nun auf eine Chance von 1:5 setzen, würde er im Gewinnfall sein Ziel erreicht haben.

Vorteile und Risiken des Parlay Systems

Vorteile
  • Dem Spieler bleibt viel Flexibilität bei der Vorgehensweise
  • Es lassen sich hier nicht nur einfache Chancen spielen
  • Anfänger erhalten eine gewisse Sicherheit, denn sie müssen sich einfach an einen zuvor definierten Plan halten
Risiken
  • Glücksspiele laufen in den seltensten Fällen so ab, wie man es sich wünscht
  • Verliert der Spieler oftmals hintereinander, könnte es schwer mit dem Wettmachen der Verluste werden, selbst wenn das System aufgeht
  • Spieler werden häufig Opfer überzogener Erwartungen und dann ist die Enttäuschung groß

4. D’Alembert Taktik

Das D’Alembert-System beim Roulette verdanken wir einem französischen Mathematiker, der sich gerne mit Glücksspielen befasste. Bei dieser Strategie geht es ums Begrenzen der Verluste und ums disziplinierte Verwalten des eigenen Kapitals. Obwohl es sich hierbei, ebenso wie bei Martingale, um eine negative Progression handelt, sind die Progressionen weitaus flacher.

  • Bei der D’Alembert-Strategie setzt der Spieler auf einfache Chancen.
  • Zu Beginn wird eine Anzahl von Stücken definiert, die gesetzt werden sollen. Ein Stück steht dabei für einen festen Betrag.
  • Bei jedem Verlust kommt beim nächsten Durchlauf ein Stück hinzu und bei jedem Gewinn wird der kommende Einsatz um ein Stück reduziert.

Beispiel des Ablaufs der D’Alembert Taktik: Der Spieler entscheidet sich, zu Beginn eines D’Alembert-Durchlaufs vier Stücke zu setzen. Hat er verloren, setzt er im nächsten Durchgang fünf Stücke auf dieselbe Chance. Bei einem Gewinn würden im nächsten Durchlauf dann wieder vier Stücke gesetzt. Hat der Spieler gewonnen, sind es beim nächsten Mal dann drei Stücke, die als Einsatz zu platzieren sind.

D’Alembert System: Vorteile und Risiken

Vorteile
  • Die Verluste steigen nicht so schnell so hoch an wie bei Martingale
  • Verlustperioden lassen sich besser aushalten & die Limits sind nicht so schnell erreicht
  • Das System ist unkompliziert und viel Erfahrung ist nicht notwendig
  • Die Strategie hilft beim disziplinierten Spielen
Risiken
  • Die flachere Progression hat niedrigere Gewinne zur Folge
  • Meist reicht ein einziger Gewinn nicht aus, um vorherige Verluste wettzumachen
  • Der Spieler muss deutlich häufiger gewinnen als verlieren

5. Hollandaise Strategie

Die Roulette-Strategie mit dem Namen Hollandaise ist eine sogenannte Abstreichprogression. Dafür benötigt der Spieler Papier und Stift und notiert den Spielverlauf in Form einer Zahlenreihe. Diese Zahlenreihe, die nach und nach entsteht, gibt dem Spieler das weitere Vorgehen vor. Das Hollandaise System ist ein wenig komplexer als die bereits beschriebenen Strategien, doch mit ein wenig Übung gelingt auch sie ganz simpel.

  • Hollandaise ist eine Art der Martingale Strategie, denn hier wird ebenfalls mit einer negativen Progression gespielt.
  • Der Spieler setzt auf einfache Chancen.
  • Im Vorfeld wird eine Einheit fürs Setzen definiert.
  • Bei einem Verlust wird die Anzahl der verlorenen Einheiten aufgeschrieben. Bei einem Gewinn wird die Zahl, die ganz links in der Reihe steht, durchgestrichen.

Beispiel eines Hollandaise-Spiels: Der Spieler setzt ein Stück auf Rot und verliert. Auf die Liste wird der Verlust von einer Einheit aufgeschrieben. Als nächstes setzt der Spieler ein Stück mehr als zuvor. Wenn er wieder verliert, schreibt er nun eine Zwei auf das Papier, da er diesmal zwei Einheiten verloren hat. Bei einem Gewinn streicht er die Eins, die ganz am Anfang steht, durch und setzt beim nächsten Mal drei Stücke. Dies geht so weiter, bis alle Zahlen der Reihe durchgestrichen sind.

Welche Risiken und Vorteile hat das Hollandaise System?

Vorteile
  • Strategische und disziplinierte Spielweise
  • Flachere Progression schont bei Verluststrähnen das Budget
  • Keine so hohe Gefahr, die Tischlimits oder das eigene Budget zu überziehen
Risiken
  • Viel häufigere Gewinne als Verluste notwendig, um erfolgreich zu sein
  • Die Gewinne sind nicht so hoch und man braucht länger, um hohe Gewinnbeträge zu erreichen

6. Labouchere System

Auch diese Astreichprogression sollte jeder Roulette-Spieler kennen. Das Ziel ist es, einen Betrag zu erspielen, der zuvor definiert wurde. Die Labouchere-Strategie basiert auf der negativen Progression und ist in dieser Hinsicht dem Martingale-System ähnlich. Auch hier muss sich der Spieler seine Spielfortschritte sorgfältig notieren und die Schritte befolgen, die sich daraus ergeben. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so wirkt –das Labouchere-System lässt sich auch für unerfahrene Roulette-Spieler ohne viele Schwierigkeiten umsetzen.

  • Der Spieler zerlegt die Summe, die er gewinnen möchte, in mehrere Teilbeträge und schreibt sie in Form einer Zahlenreihe auf ein Blatt Papier.
  • Um die jeweiligen Spieleinsätze zu bestimmen, addiert der Spieler die erste und die letzte Zahl der Reihe.
  • Im Falle eines Gewinns werden die beiden zuvor addierten Zahlen durchgestrichen.
  • Bei einem Verlust kommt die verlorene Summe ans Ende der Zahlenreihe.
  • Fertig ist der Spieler, wenn alle Zahlen durchgestrichen sind.

Beispiel für die Labouchere Strategie: Der Spieler möchte 20 Euro gewinnen und teilt die Summe in Fünfer-Schritte ein: 5-5-5-5. Addiert man nun die beiden äußeren Zahlen, sind es 10 Euro, die der Spieler einsetzen muss. Hat er gewonnen, sind nur noch zwei Fünfen auf seiner Liste übrig. Hat er dagegen verloren, kommt hinter die vier Fünfer noch die Zehn, die der Spieler verloren hat. Der nächste Einsatz ist dann die Summe aus der Zehn und der Fünf, die am Anfang der Zahlenreihe steht.

Vorteile und Risiken beim Labouchere Spiel:

Vorteile
  • Der Spieler geht strategisch und diszipliniert vor
  • Bei der Wahl des Gewinnbetrags und der einzelnen Schritte kann der Spieler flexibel agieren
Risiken
  • Eine Verluststrähne kann teuer werden, vor allem, wenn sie im späteren Spielverlauf vorkommt
  • Sind die Tischlimits bzw. das eigene Budget überzogen, macht die Labouchere Strategie keinen Sinn mehr

7. Reverse-Fibonacci

Die berühmte Fibonacci-Zahlenreihe ist die Grundlage dieses Roulette-Systems. Die unendliche Zahlenreihe folgt einem speziellen mathematischen Prinzip und hat einige faszinierende Eigenschaften vorzuweisen. So ist es naheliegend, dass die Fibonacci-Folge auch bei Roulette-Spielen zum Einsatz kommt. Die Progression ist bei dieser Strategie positiv und die Einsätze erhöht der Spieler immer dann, wenn er gewinnt.

  • Vor dem Start schreibt sich der Spieler die Fibonacci-Zahlenreihe auf.
  • Dann definiert er die Höhe einer Einheit und bleibt bis zum Schluss bei diesem Wert.
  • Die Zahlen der Fibonacci-Folge geben vor, wie viele Einheiten der Spieler zu setzen hat.
  • Bei einem Gewinn wandert der Spieler von links nach rechts an der Zahlenreihe entlang.
  • Bei einem Verlust geht es zwei Schritte zurück.

Ablauf eines Fibonacci-Spiels: Die ersten acht Stellen der Fibonacci-Folge lauten: 1 – 1 – 2 – 3 – 5 – 8 – 13 – 21. Würde der Spieler nun vier Mal hintereinander gewinnen, wären es im fünften Durchlauf also fünf Einheiten, die es zu platzieren gilt. Verliert der Spieler nun diesen Durchlauf, geht es beim nächsten Mal wieder mit zwei Einheiten los.

Risiken und Chancen des Reverse-Fibonacci Systems beim Roulette

Vorteile
  • Die Verluste sind vergleichsweise gering
  • Eine Verluststrähne lässt sich gut verschmerzen
  • Disziplinierte Spielweise ist bei Reverse Fibonacci möglich
Risiken
  • Die Gewinne steigen vergleichsweise langsam
  • Gibt es einen Verlust bei den höheren Zahlen, sind alle zuvor erzielten Gewinne auf einen Schlag weg
  • Der Spieler muss viel häufiger gewinnen als verlieren, um deutliche Gewinne zu verzeichnen