Roulette – Varianten

Roulette ist mit Abstand das bekannteste Spiel in den Deutschen Spielbanken. Roulette wird in den Varianten American Roulette, französisches Roulette und Deutsches/German Roulette angeboten. Was aber sind die Unterschiede zwischen amerikanischem und französischem Roulette und den anderen Varianten?

Jedes deutsche Casino, welches klassisches Spiel anbietet, verfügt über Roulettetische. Die Besonderheiten der Varianten, also beispielsweise American Roulette und französisches Roulette, weichen dabei teilweise von den üblichen Definitionen ab.

Roulette in Bad HomburgSo wird beispielsweise auch an den amerikanischen Tischen in Deutschland nur mit 37 Nummern gespielt: 1-36 und Null. American Roulette in Deutschland ist nicht zu verwechseln mit amerikanischem Roulette, bei dem es neben der 0 (Zero) eine Doppel 0 gibt.

Wie sich die verschiedenen Tische und Roulette Varianten unterscheiden, haben wir für Sie kompakt zusammengefasst.

Und hier finden Sie die Regeln für französisches Roulette

Französisches Roulette in Deutschland

Deutsche Spielbanken bezeichnen ihre Roulettetische dann als französisches Roulette, wenn folgende Punkte eingehalten werden:

  • Gespielt wird an einem großen Roulettetisch mit vier Croupiers.
  • Im Roulettekessel befinden sich die Zahlen 0 bis 36.
  • Einsätze erfolgen mit Jetons, auf welchen eindeutig der Wert zu erkennen ist.
  • Die Spieler können die Jetons selbst setzten, oder ihre Einsätze dem Croupier annoncieren.
  • Einsätze auf Nebenwetten wie Große Serie, Kleine Serie, die Orphelins oder auch das Zero Spiel müssen auf dem regulären Tableau gesetzt werden. Extra Felder gibt es nicht. Wer sich nicht sicher ist, wie er zu setzen hat, kann seine Wette dem Croupier mitteilen. Dieser platziert dann korrekt, zum Beispiel die neun Jetons für die große Serie.
  • Beim Fallen der Null gilt die „En Prison Regel“: Alle Einsätze auf den „einfachen Chancen“ sind gesperrt und können erst ab der nächsten Runde vom Tisch genommen werden.
  • Das Tableau ist in französischer Sprache beschriftet und auch der Croupier macht die Ansagen in französischer Sprache.
  • An den französischen Tischen müssen die Gäste sitzen. Die Anzahl der Spieler ist so beschränkt.

American Roulette in Deutschland

Betritt man in Deutschland eine Spielbank, so wird einem schnell auffallen, dass es Roulettetische mit einer Null und Doppelnull nicht gibt. Echtes amerikanisches Roulette gibt es also gar nicht. Trotzdem werden hier die Unterschiede zum französischen Roulette deutlich. Die deutschen Glücksspielhäuser sprechen von einem amerikanischen Tisch, wenn diese Punkte eingehalten werden:

  • amerikanisches rouletteEs handelt sich um einen Stehtisch – Es können also beliebig viele Personen spielen.
  • Das Tableau ist kleiner als an den französischen Tischen.
  • Das Tableau ist in englischer Sprache bedruckt.
  • Der Dealer macht seine Ansagen in englischer Sprache.
  • Im Kessel befinden sich die Zahlen 0 bis 36.
  • Beim Fallen der Null werden alle Einsätze auf den „Einfachen Chancen“ mit 50% ausgezahlt. Diese Regel ist auch als La Partage bekannt und signifikant für amerikanische Tische.
  • Es wird mit Wheel Checks gespielt. Dies sind verschiedenfarbige Jetons, welche nur an diesem einen Tisch gelten. Der Besitzer kann den Wert der Jetons selbst festlegen. Die Jetons dienen dazu, die einzelnen Einsätze der Spieler besser unterscheiden zu können. Die Chips müssen vor dem Verlassen des Tisches in Wertjetons umgetauscht werden, denn nur an diesem Tisch ist der Wert eines Jetons bekannt. Jedoch ist es auch an den amerikanischen Tischen möglich, mit Value Chips (Wertjetons) zu setzen.
  • Der Dolly: Mit dem Dolly wird an den amerikanischen Tischen die Gewinnzahl markiert. Solange sich der Dolly auf dem Tableau befindet, können keine neuen Einsätze getätigt werden.

Die Rennbahn beim American Roulette

Roulette Rennbahn beim amerikanischen Roulette

Alle amerikanischen Tische verfügen über ein ovales Einsatzfeld, auf welchen die Zahlen genau wie im Roulettekessel angeordnet sind. Dies ist ein weiterer Unterschied zwischen American und französischem Roulette. Diese Roulette Rennbahn liegt außerhalb des eigentlichen Tableaus. Dadurch können Einsätze auf Nachbarn, also im Kessel nebeneinander befindliche Zahlen, einfach gesetzt werden. Im Inneren der Rennbahn befinden sich die Einsatzfelder für die Große Serie, die Kleine Serie und das Orphelidas Zéro-Spiel. Einsätze auf die Serien können so mit nur einem Jeton getätigt werden.

Spielt ein Spieler das „Zéro-Spiel“, so muss er nur einen Einsatz auf diesem Feld platzieren, anstatt mehrere Jetons auf unterschiedlichen Feldern platzieren zu müssen. Ein Einsatz auf das „Zéro-Spiel“ ist ausreichend, um diese Kombination zu spielen. Die Einsätze auf der Rennbahn können allerdings nur vom Croupier nach Ansage gesetzt werden.

Durch die Rennbahn wird die Spielgeschwindigkeit beim American Roulette erhöht, denn sie erleichtert das Setzen. Zudem werden komplizierte Einsätze wie bei der „Großen Straße“ vermieden. Auch die Auszahlung der Gewinne wird durch dieses Zusatzfeld beschleunigt. Insgesamt müssen weit weniger Chips auf dem Tableau platziert werden als an den französischen Tischen.

Deutsches Roulette: Was sind die Unterschiede zu anderen Roulette Varianten?

Einige Spielbanken führen Tische welche sie als „Deutsches Roulette“ bezeichnen. Die Regeln entsprechen den hier genannten Spielregeln vom amerikanischen Roulette. Vom reinen Spielablauf gibt es keinen Unterschied, jedoch ist das Tableau in deutscher Sprache bedruckt und der Croupier macht seine Ansagen in Deutsch.

Die kleinen Unterschiede zwischen Französischem Roulette und amerikanischem Roulette

Roulette gibt es also in einer Reihe von Variationen, wobei vor allem die Unterschiede zwischen amerikanischem und französischem Roulette immer wieder diskutiert werden. Viele Spieler haben dabei eine Präferenz für eine bestimmte Roulette Variante, denn das Spielerlebnis ist hier durchaus unterschiedlich.