Tischspiele FAQ

Tischspiele sind im Online Casino und in der Spielbank gleichermaßen beliebt, versprühen sie doch ein wenig von diesen ganz besonders eleganten Flair, der das große Spiel so besonders macht. Wer sich das erste Mal am Tisch versucht, sollte vorher einige wichtige Begriffe kennen, die im Spielverlauf immer mal wieder auftauchen werden. Damit der Spieler gleich weiß, was hier gerade passiert, wurde dieses Tischspiele Lexikon ins Leben gerufen, das alle wichtigen Begriffe erklärt und damit ein Wegweiser beim großen Spiel ist.

Behandelt werden hier die beliebtesten Tischspiele, darunter Black Jack, Roulette, Poker, Baccara und einige weitere Titel, die im Online Casino oder in der Spielbank auf den Besucher warten.

Baccara Begriffe

La Grande

Das Ziel des Kartenspiels Baccara ist klar: Der Spieler versucht so nah wie möglich an neun Punkte heranzukommen – dafür kann er zwei oder drei Karten nutzen, die er selbst auf der Hand hält. Wer genau die neun trifft, hat das Spiel so gut wie gewonnen. Genau deshalb wird dieser Punktlandung der Begriff “La Grande” zugeordnet, was “die Große” bedeutet und die Unschlagbarkeit beschreiben soll.

Banquier

Beim Kartenspiel Baccara gibt es verschiedenen Positionen, die während des Spiels unterschiedliche Funktionen einnehmen. Eine davon ist der “Banquier” oder zu deutsch “Bankhalter”. Er sitzt rechts vom Croupier und übergibt dem Croupiers seinen Einsatz (siehe auch “Banco”), den er riskieren möchte. Alle anderen Spieler setzen gegen den Banquier.

Banco

Der Banquier der aktuellen Runde beginnt das Spiel, indem er seinen Einsatz an den Croupier übergibt – diese Summe nennt sich auch “Banco”. Die restlichen Spieler können nun ihre eigenen Einsätze tätigen. Da sie gegen die Bank setzen, dürfen ihre Gesamteinsätze den Banco nicht übersteigen. Im Gegenzug werden Gesamteinsätze der restlichen Spieler, die unter dem Banco liegen, zwar angenommen, der überschüssige Betrag geht jedoch an den Banquier zurück. Er geht “au garage”. Die reduzierte Summe wird nun als Banco genutzt.

Pointeure

Der Ablauf eines jeden Baccara Spiels ist gleich – und damit auch die Positionen, die die einzelnen Spieler einnehmen. Neben dem Croupier und dem Banquier (der Bankahalter), sind hier natürlich die übrigen Spieler zu benennen. Sie nehmen die Position der “Pointeure” ein, die gegen die Bank setzen. Unter ihnen gibt es einige weitere Titel, wie beispielsweise den “Ponte.”

Ponte

Die Einsätze, die die Spieler bereit sind, zu setzen, spielen auch für den Ablauf der Partie eine entscheidende Rolle. Nachdem der Banquier seinen Einsatz getätigt hat, sind die übrigen Spieler an der Reihe. Derjenige, der den höchsten Einsatz gebracht hat (Banquier ausgenommen) wird zum “Ponte” der Runde. Er hat den Vorteil, dass er durch seine Risikobereitschaft, die erste Karte vom Croupier ausgeteilt bekommt. Er dann folgen Banquier und die restlichen Spieler.

Naturel

Beim Kartenspiel Baccara gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Begriffen, die für den Spielablauf entscheidend sind. Darunter der Ausruf “Naturel”. Diesen hören Spieler vor allem vom Ponte, der seine Karten als erstes anschauen darf. Hat er acht oder neun Punkte auf der Hand, deckt er seine Karten auf, sagt “Naturel” (oder auch La Petite für acht Punkte beziehungsweise La Grand für neun Punkte) und deckt seine Karten auf. Auch der Banquier muss nun aufdecken. Eine dritte Karte wird nicht mehr gezogen.

Suite

Der Banquier (Bankhalter) hat nach einem Gewinn jederzeit die Möglichkeit die Bank abzugeben und seine Gewinne zu entnehmen. Die Bank wird anschließend den restlichen Spieler (reihum) angeboten (mit dem aktuellen Banco). Ist keiner bereit zu übernehmen, wird die Bank versteigert. Findet sich auch hier kein Abnehmer, geht die Bank an denjenigen, der ohnehin als Nächsten dran wäre. Als Banco muss nun nur noch das Tischminimum gesetzt werden. Diesen gesamten Vorgang nennt man beim Baccara “Suite”.

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Black Jack Begriffe

Black Jack

Der Name des beliebten Kartenspiels Black Jack, beschreibt gleichzeitig einen der wichtigsten Begriffe der Partie. Der Black Jack meint eine Kartenkombination die 21 ergibt und damit unschlagbar ist. Möglich sind beispielsweise Kombinationen aus einer 10 und einem Ass, um zu gewinnen. Hier spricht man dann auch von einem natürlichen Blackjack, da es sich direkt um die Anfangshand handelt (Zwei karten = 21). Wer mit drei oder mehr Karten einen Black Jack trifft, ist jedoch in einer genauso guten Position und darf sich meist über einen ordentlichen Gewinn freuen.

Bust

Beim Black Jack geht es viel um Strategie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und nicht zuletzt auch das notwendige Quäntchen Glück. Spieler, die nicht direkt mit der ersten Hand ein gutes Blatt oder sogar einen Black Jack treffen, können weitere Karten austeilen lassen, um so nah wie möglich an die 21 heranzukommen. Überschreitet der Spieler jedoch 21 Gesamtpunkte, kommt es zu einem sogenannten “Bust”. Der Spieler hat zu hoch gepokert und sich überkauft. Damit ist das Spiel für ihn verloren und die Einsätze landen bei der Bank beziehungsweise beim Dealer.

Double Down

Wer schon ein wenig länger Black Jack spielt und mit den Grundregeln mehr als vertraut ist, der kann sich auch einiger weiterer Strategien bedienen, die die möglichen Gewinne schnell in die Höhe treiben. Eine davon ist der sogenannte “Double Down”, auf Deutsch “Verdoppeln” genannt. Hierbei verdoppelt der Spieler seine Anfangswette und zieht nur eine weitere Karte (nicht mehr). Mit ein wenig Glück trifft er eine gute Kombination oder sogar die 21 Punkte. Der Gewinn ist dementsprechend hoch. Allerdings sollte der Spieler sich im Casino erkundigen, wann ein Double Down erfolgen kann, denn: Manche Spielbanken erlauben eine Verdoppelung nur, wenn der Wert ersten beiden Karten kombiniert 10 oder 11 ergibt.

Hit

In jeder Black-Jack-Partie hat der Spieler nur ein Ziel: Eine Kartenkombination von 21 beziehungsweise den Black Jack treffen, um zu gewinnen. Hierzu werden erst zwei Karten und anschließend weitere Karten ausgeteilt (wenn das vom Spieler gewollt ist). Sind die ersten beiden Karten verteilt und wünscht der Spieler eine weitere Karte wird der Begriff “Hit” verwendet, mit der dem Blatt eine weitere Karte hinzugefügt wird, die hoffentlich mindestens zu 19, 20 oder 21 Gesamtpunkten und damit zum Sieg über den Dealer führt.

Stand

Zum Start der Black-Jack-Runde werden jedem Spieler am Tisch zwei Karten ausgeteilt. Ausgehend von deren Gesamtwert kann der Spieler sich entscheiden, weitere Karten hinzuzufügen, um möglich nah an die 21 Punkte zu gelangen (oder, um sie genau zu treffen). Ab 17 Gesamtpunkten wird es jedoch sehr kritisch eine weitere Karte zu ziehen, da die Chance groß ist zu überbieten – hier nutzen Spieler den Begriff “Stand”, der nicht anderes bedeutet, als dass keine weitere Karte mehr gewünscht ist.

Insurance

Eine Insurance beziehungsweise Versicherung ist immer dann möglich, wenn die eine Karte, die der Dealer offen zeigt, ein Ass ist. Möchte der Spieler nun eine Versicherung abschließend, wird darauf gewettet, dass die andere Karte des Dealers eine 10 ist. Damit hätte der Dealer einen unschlagbaren Black Jack und der Spieler verloren (es sein denn, der Spieler hat auch einen Black Jack). Der Preis für solch eine Insurance beträgt die Hälfte der ursprünglichen Wette. Wenn der Dealer nun tatsächlich einen Blackjack hat, wird die Insurance mit einer Quote von 2:1 ausgezahlt. Das Endergebnis ist also, dass der Spieler seinen ursprünglichen Einsatz zurückbekommt. Hat der Dealer keinen Black Jack ist der Einsatz der Versicherung natürlich verloren.

Tie (auch Push genannt)

Ein Tie beim Black Jack ist ein Unentschieden. Diese Situation tritt also dann auf, wenn der Spieler und der Dealer den gleichen Karten-Gesamtwert in den Händen halten, mindestens jedoch 17 oder höher. Wenn das passiert, ist das Endergebnis klar: Niemand gewinnt und die Einsätze gehen zurück an den Spieler, sodass eine weitere Runde beginnen kann.

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Casino Hold’em Begriffe

Side Bet

Beim Casino Hold’em gibt es in vielen Casinos die Möglichkeit zusätzliches Geld zu gewinnen – und zwar, indem eine zusätzliche Wette abgeschlossen wird, die sogenannte Side Bet. Hierfür steht dem Spieler ein entsprechender Button auf dem Spieltisch zur Verfügung, um die Side Bet zu platzieren. Um sie zu gewinnen, benötigt der Spieler eine Kartenkombination aus eigenen Karten und Flop, die mindestens Ass/Ass oder höher beträgt. In manchen Casinos reicht auch eine Mindestkombination aus Ass plus König, um die Side Bet zu gewinnen. Schafft der Spieler allerdings keine entsprechende Kombination ist die Side Bet und das eingesetzte Geld verloren.

Ante

Gewinne gibt es im Casino nur, wenn eigene Einsätze getätigt werden, das ist beim Casino Hold’em nicht anders. Hier wird der Einsatz vor jeder Runde gelegt – und zwar in Form des Antes. Im weiteren Verlauf gibt es die Möglichkeit durch einen weiteren doppelten Ante-Einsatz weiter mitzuspielen (zu callen).

Qualifizierung

Hat die Runde am Casino Hold’em Tisch alle Setzrunden durchlaufen und liegen alle Gemeinschaftskarten auf dem Tisch, ist es an der Zeit zu zeigen, wer was auf der Hand hat. Die Karten des Spielers werden dabei mit den Karten des Dealers verglichen – wer die höhere Hand hat, gewinnt. Aber: Das große Geld bei besonders hohen Kombinationen gibt es nur, wenn der Dealer sich qualifiziert hat – und zwar, indem er mindestens ein Paar Vieren zeigt. Ist das nicht der Fall wird der Ante des Spielers verdoppelt und die Beträge, die durch Calls zusammenkamen erstattet.

Rebet

Zeit ist Geld – und wenn es schneller geht, kommen auch die Gewinne früher. Aus diesem Grund gibt es einige Komfortfunktionen beim Casino Hold’em (und vielen anderen Casinospielen), die vor allem Standardaktionen vereinfachen. Dazu zählt auch die Rebet-Funktion. Mit ihr kann der Spieler nach einer abgeschlossenen Runde, direkt den gleichen Betrag für Ante und Side Bet setzen, wenn das gewünscht ist.

Flop

Kartenkombinationen beim Casino Hold’em werden aus den beiden eigenen Karten und den sogenannten Gemeinschaftskarten, die in der Mitte des Tischs liegen, erzielt. Die Gemeinschaftskarten werden dabei in drei Runden gelegt. In der ersten Setzrunde werden direkt drei Karten aufgedeckt, die Flop genannt werden. Danach folgenden noch zwei weitere Setzrunden.

River

Die Gemeinschaftskarten beim Casino Hold’em ermöglichen die gewinnbringenden Kartenkombinationen des Spielers. Der River kann dabei besonders entscheidend sein – hierbei handelt es sich, um die insgesamt vierte Gemeinschaftskarte, die auf den Flop folgt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte sich jeder Spieler überlegen, ob die eigenen Karten wohl ausreichen, um den Dealer zu schlagen – oder ob ein Fold nicht doch die bessere Wahl wäre.

Turn

Beim Casino Hold’em gibt es insgesamt fünf Gemeinschaftskarten. Nachdem in der ersten Setzrunde der Flop (die ersten drei Karten) und in der zweiten Runde der River (eine weitere Karte) aufgedeckt wurde, folgt in der letzten Runde der Turn. Sie ist die letzte Chance, um die erhoffte Kartenkombination zu erzielen, die vielleicht zum großen Gewinn führt.

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Roulette Begriffe

Rien ne va plus – nichts geht mehr

Wer irgendwann einmal in der Spielbank oder im Online Casino am Roulettetisch sitzt wird den Satz “Rien ne va plus” oder auf Deutsch “nichts geht mehr” bei jeder neuen Runde hören. Der Dealer signalisiert damit, dass keine weiteren Einsätze mehr möglich sind, weil die Kugel bereits im Kessel unterwegs ist. Wann keine Einsätze mehr möglich sind, hängt immer vom jeweiligen Dealer und Spielort ab – manchmal sind Einsätze auch noch für einige Sekunden möglich, wenn die Kugel bereits rollt, in anderen Fällen sind die Einsätze bereits vorher zu tätigen.

Faites vos jeux – machen Sie Ihr Spiel

Sobald die Spieler am Roulettetisch ihre Einsätze tätigen dürfen, wird das vom Dealer mit dem Satz “Faites vos jeux” (auf Deutsch: “Machen Sie Ihr Spiel”) signalisiert. Nun sollte es relativ schnell gehen, denn die nächste Runde geht bald wieder los. Die Spieler können solange setzen, bis es heißt “Rien ne va plus” (nichts geht mehr). Anschließend heißt es hoffen, dass auf die richtigen Zahlen und Zahlengruppen gesetzt wurde, um einen Gewinn zu erzielen, bevor die nächste Setz-Runde beginnt.

Plein

Jeder Roulettetisch ist mit einem Spielfeld ausgestattet, auf dem die Spieler ihre Einsätze verteilen können. Dabei verfolgen Anfänger und Profis verschiedene Strategien – jede davon wird mit einem bestimmten (meist französischen) Begriff beschrieben. “Plein” ist einer davon und meint den Einsatz auf Einzelzahlen. Beim französischen Roulette beispielsweise beträgt die Gewinnchance bei dieser Setzstrategie 35:1, da insgesamt 37 Zahlen (1 bis 36 plus die 0) auf dem Spieltisch abgebildet sind. Hier kann der Spieler also auch mit geringen Einsätzen hohe Gewinne erzielen.

Cheval

Der Begriff “Cheval”, manchmal auch “Split” genannt, ist eine von vielen Setzstrategien am Roulettetisch. Hier verteilt der Spieler seine Einsätze auf zwei nebeneinander liegen Zahlen auf dem Tableau. Solche eine Zahlenkombination kann beispielsweise 13 und 14 oder 0 und 2 sein. Mit dieser Strategie kann der Spieler seine Gewinnchancen beim französischen Roulette (im Vergleich zur Einzelzahlwette Plein) auf 17:1 steigern, da gleich zwei Zahlen abgedeckt werden. Die eigentliche Gewinnchance von 35:1 wird hier also “gesplittet” (=geteilt).

Transversale Plein – Straße

Spieler am Roulettetisch verfolgen ganz unterschiedliche Strategien, um möglichst häufig und viel zu gewinnen. Eine davon ist die “transversale Plein”, die im Deutschen einfach nur “Straße” genannt wird. Gesetzt wird hierbei auf drei Zahlen einer Querreihe (wie sie auf dem Tableau abgebildet ist), also beispielsweise 10, 11 und 12. Die Gewinnchance liegt bei 11:1. Im Online Casino werden die Felder einfach selbst bestückt. Wer jedoch in der Spielbank unterwegs ist und den Croupier die Einsätze verteilen lässt, gibt als Ansage (Annonce) die kleinste und größte Zahl weiter – in unserem Beispiel würde der Spieler “Transversale Plein 10 – 12” sagen.

Dutzend

Auf dem französischen Roulettetableau befinden sich 36 Zahlen plus die 0. Diese 36 Zahlen können in drei Dutzende (also jeweils zwölf Zahlen) aufgeteilt werden, was an einer entsprechenden Aufteilung auf dem Spielfeld sehr schön zu sehen ist. Wer also auf ein Dutzend setzen möchte, kann das erste, zweite oder dritte Dutzend auswählen:

  • Das erste Dutzend beschreibt die Zahlen 1 bis 12.
  • Das zweite oder mittlere Dutzend beschreibt die Zahlen 13 bis 24.
  • Das dritte oder letzte Dutzend beschreibt die Zahlen 25 bis 36.

Die Gewinnchancen liegen hier bei 3:1. Der Spieler sollte dabei natürlich nicht die grüne Null vergessen, die in keinem der drei Dutzend vorkommt.

Carré

Auch wer die Carré-Setzstrategie verfolgt, orientiert sich direkt am Roulettetableau. Hierbei werden vom Spieler vier Zahlen besetzt, die direkt aneinander angrenzen und ein Viereck bilden. Das könnten beispielsweise die Zahlen 1,2,4,5 oder 32,33,35,36 sein. Diese Setzstrategie ist besonders beliebt, weil die Einsätze schnell verteilt sind und noch ein wenig Zeit bleibt, um auch die eine oder andere Plein-Wette (eine Wette auf einzelne Zahlen) abzugeben. Die gute Wettquote von 8:1 ist dabei ebenso wenig zu verachten.

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Avi Fichtner – Autor von Spielbank.com.de

Avi Fichtner hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Aus dem ursprünglichen Interesse an Casino Spielen und Poker entstand ein Startup, welches heute ein erfolgreiches Unternehmen im Glücksspiel-Bereich ist. Avi und sein Team testen professionell Casinoanbieter und teilen auf dieser Seite ihre persönlichen Erfahrungen.

  • Autor: Avi Fichtner
  • bewertet am: 2016-01-03
  • letztes Update:
  • bewertet wurde: Tischspiele
  • Autor Bewertung: 97%